In den 30er Jahren veränderte sich das Bild.

In den 30er Jahren veränderte sich das Bild.

1934 wurde die Neubautätigkeit wieder aufgenommen, im Ammendorfer und im Dörstewitzer Weg wurden bis 1937 50 Doppelhäuser und Sechsfamilienhäuser errichtet. 1939 wurden noch einmal 106 Arbeiterwohnungen fertig gestellt.

In der Satzung wurden zwangsweise schwerwiegende Änderungen vorgenommen. In einem 1938 verabschiedeten Nachtrag wurde die Vergabe von Wohnungen für Nichtmitglieder ge-
öffnet, sofern sie Mitglieder der NSDAP (oder angeschlossener Organisationen) waren. Hingegen wurden Juden von der Mitgliedschaft ausgeschlossen.

Hatte bei der GWG „Eigene Scholle“ bisher die genossenschaftliche Gleichberechtigung gegolten, so herrschte jetzt das „Gefolgschaftsprinzip“.

Der erst kürzlich erworbene Hanomag-Schlepper und die Bulldog-Zugmaschine wurden von der Wehrmacht eingezogen und dienten nicht mehr dem friedlichen Aufbau. Viele Mitglieder der Genossenschaft wurden zum Kriegsdienst herangezogen. 950 Wohnungen wurden im Krieg beschädigt.

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