Mieter fragen, wir antworten

Laute Partys

Übermäßiger Partylärm in der Wohnung oder im Garten berech­tigt den Vermieter in Extremfällen zur fristlosen Kündigung. Das allerdings erst nach zuvor erteilter erfolgloser Abmahnung. Mieter müssen prinzipiell Rücksicht auf ihre Nachbarn nehmen und ab 22 Uhr auf die Einhaltung der Nachtruhe achten (OLG Düssel­dorf, WM 96, 56).

Wer muß eigentlich die Haustür abschließen?

Der eine ärgert sich, wenn die Haustür offen bleibt, weil damit Eindringlinge leichtes Spiel haben. Der andere mag die Tür lieber offen, um im Notfall einen freien Fluchtweg zu haben. Aber die Mehrzahl der Mieter und Vermieter will ein abgeschlossenes Haus. Bleibt die Frage: Wer muß abschließen? 
Der Vermieter: Das gilt aber nur dann, wenn die Hausordnung (die Bestandteil jedes Mietvertrages ist) keine anderen Verantwortlichkeiten festlegt. Hierzu ist in unserer Hausordnung nachfolgende Regelung enthalten "Die Hauseingangstür sollte vom Eintritt der Dunkelheit an bis früh 6.00 Uhr verschlossen gehalten werden." Kellergänge (hintere Hausausgangstüren) sind ständig verschlossen zu halten. Bei Haus- und Kellergängen ist es nicht statthaft, die Türen offen stehen zu lassen.

Kündigungsfristen im Todesfall eines Mieters

Immer wieder wird die Frage an uns herangetragen, welche Kündigungsfristen von Erben einzuhalten sind. Hierzu gibt es eine klare Regelung. Das Mietverhältnis zwischen den Vertragsparteien endet grundsätzlich nicht mit dem Tod des Mieters. Es gelten hier die Vorschriften der §§ 563 und 564 BGB.

Gemäß § 580 BGB ist bei Tod des Mieters sowohl der Erbe als auch der Vermieter berechtigt, das Mietverhältnis innerhalb eines Monats, nachdem sie vom Tod des Mieters Kenntnis erlangt haben, außerordentlich mit der gesetzlichen Dreimonatsfrist zu kündigen. Die Kündigung ist spätestens am dritten Werktag eines Kalendermonats zum Ablauf des übernächsten Monats zulässig (z.B. Eingang der Kündigung am 3.1.2013 Mietende 31.3.2013).

Stirbt das Mitglied, so setzt der verbleibende, im gemeinsamen Hausstand lebende Ehegatte die Mitgliedschaft fort. Hierzu bedarf es einer schriftlichen Willenserklärung, welche in dem Jahr, wo der Erbfall eingetreten ist, bei der GWG abgegeben werden muß. Gleichzeitig ist eine Kopie der Sterbeurkunde einzureichen. Zu diesem Thema sehen Sie bitte auch in unserer Satzung unter § 9 nach.

KONTAKT

Haben Sie weitere Fragen? Kontaktieren Sie uns bitte und teilen uns diese mit.